Besorgt löschte Nicolas das Licht. «Schlaf gut», war alles, was er über die Lippen brachte.

Wie immer, die Brücke. Doch kein Geräusch. Du blickst nach vorne. Gleissendes Sonnenlicht durchbricht den Dunst, welcher den Blick auf die Burg, die Festung, preis gibt. Dein Herz geht über. Du geniesst den wunderbaren Anblick dieses architektonischen Meisterwerks, auf einem Hügel erbaut, der geradewegs in den Fluss zu stechen scheint und ja, diesen sogar zur Umkehr zwingt an diesem fast unglaublich schönen, ja magischen Orte.
Ein Schrei, das Wasser schwillt an, das Rattern des Zuges kommt näher, rast über dich hinweg. Und jetzt siehst du sie, die Stimme, oder genauer: die Frau, zu der die röchelnde Stimme gehört. Sie liegt da, auf dem kalten Stahl. Der jungen Frau – sie hat wohl blondes oder fahles Haar – linkes Bein ist abgetrennt. Eine ihrer zwei Hände – offensichtlich die unverletztere – hält sie an ihre Gurgel. «H... Hi... Hmpf...», ist alles, was du ausmachen kannst. Das Gesicht der Frau ist verzerrt, doch du glaubst, sie wieder zu erkennen. Beim Stöbern auf dem Dachboden, war da nicht dieses alte Buch? Ein Name fällt dir in die Sinne, doch er klingt zu seltsam in dieser grotesken Situation. Hildagurd. Hildagurd wird sterben.


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