Hans Greiner, 81
wohnhaft in Zofingen
Bis 1986 in Sozialarbeit und für die
IV im Aussendienst tätig.
Heute Rentner, Stadtberner und
seit Februar 2002 Neo-Zofinger.
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Besuch bei Onkel Willy –
ein Intermezzo


Per familiärem Busch-Telefon hatte es sich rasch herumgesprochen: Onkel Willy freut sich stets auf Besuche! –
Diesmal waren Neffe Nicolas und Willys ältere Tochter Ursula aufgekreuzt.
Sozusagen feierlich wurden die beiden empfangen. Pfeife rauchend sass Willy in seinem (nachträglich) komfortabel gepolsterten Chorstuhl. Woher er den hatte?
Das Zimmer im Tannenberg konnte er noch mit eigenen Möbeln und anderen persönlichen Sachen ausstatten.
Auf der Empore, neben der Orgel, war Toni Kustermeier der Stamm-«Besitzer» dieser kirchlichen Sitzklause gewesen. Als 1979 die alten Bänke durch neue und bequemere Stühle ausgewechselt wurden, war man froh,
wenn sich Interessenten gratis mit den ausgedienten Sitzgelegenheiten bedienten. Und eben auf diese Art hatte auch der Chorstuhl über Willys ehemalige Stadtwohnung in den Tannenberg gefunden ...
Rasch machte Ursula den kleinen Teetisch mit Ess- und Trinkbarem zurecht. Gemütlich sass man, nun mit Blick ins Grüne, beisammen. Seinen Fahrausweis hatte Onkel Willy behinderungshalber schon vor Jahren deponiert... Trotzdem war vom Auto die Rede.

«Aus beruflichen Gründen erlernte ich erst gegen die 40 das Autofahren», so Onkel Willy. «Die Km-Entschädigung legte ich jeweilen beiseite, und nach etwa 20'000 km konnte ich einen gut erhaltenen Wagen ohne wesentliche Reparaturen und dank der Rücklage finanziell schmerzlos eintauschen.» – «Ich mache es auch so, und ich fahre gut damit», bestätigt Nicolas.
Ursi mischte sich ein: «A propos Wagentausch: Als ich dir nach Mutters Tod noch einige Zeit die Haushaltung besorgte, da hat sich kurz nach dem Nachtessen Herr Kamm, der Versicherungsvertreter, gemeldet.» Willy bläst vergnügt einen Rauchkringel und lacht: «Richtig, der hatte doch wegen des Wagenwechsels die Police zu ändern. Gut, das war in Kürze erledigt. Voller Hoffnung hat sich der Vertreter an dich gewandt. Du warst ja volljährig.»
Ursula nickt und Neffe Nicolas, der sowohl seinen Onkel wie auch seine jüngere Base Ursi kennt, wittert
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