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Die Auseinandersetzung
Rasch liess sie das Passfoto in einer Schublade des Sekretärs verschwinden. Mit einem lauten Knall fiel die Kellertür ins Schloss. Die Wucht riss das floristische Adventsbouquet aus dem Blumenhause Pimmerli aus Tittnau, welches als Schmuck die Eingangstür von innen zierte, zu Boden. Das Gesteck nervte Nicolas schon lange, denn es fiel bei geringstem Luftzug zu Boden. So liess er es diesmal arglos liegen und erwartete gespannt den Kommentar seiner Gemahlin, die ihn im Flur stehend bereits erwartete. Ihm war nach etwas Zankerei zumute. Der überraschende Aufbruch Marias verstärkte dieses Verlangen, und seine Zunge erhielt unterwegs durch ein grosses Bier die erforderliche Spitzheit.
«Du hast eine Fahne», zischte es aus ihrem Mund, als Nicolas seine Frau, die Zeitung packend, traversierte, |
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«und geraucht hast du auch noch»! Das Bier-Rauchgemisch quittierte Maria mit abschätziger Handbewegung und eilte in Richtung Eingangstür, um den Blumenschmuck wieder an die angestammte Stelle zu pinnen. «Am besten nagelst du den Strauch gleich mehrfach an, damit er endlich hält», spottete er und liess sich in die Couch fallen. Obwohl sie ihm gerne mit einer höhnischen Bemerkung die Stirn geboten hätte, liess sie es bleiben und begab sich kopfschüttelnd in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten. Sie hörte, wie im Wohnzimmer der Fernsehapparat gestartet wurde und irgendein Idiot von Fussballreporter eine belanglose Floskel über eine Schiedsrichterentscheidung kundtat. Nicolas war nun wirklich nicht ein Anhänger dieses Ballsports, und so manchen Sommerabend verbrachten die beiden grillierend im Garten, während aus den Nachbarshäusern Gröhl- und Jubeltiraden eine Fussballweltmeisterschaft begleiteten. Umso mehr wollte er sie jetzt necken und aus der Reserve locken. Sein Wunsch, ihm doch noch eine kleine Erfrischung zu bringen, brachte das Fass dann vollends zum Überlaufen: «Genau so habe ich mir unsere Beziehung nicht vorgestellt. Die Frau steht in der Küche und besorgt den Haushalt, während Männchen Beine hochgestellt im Fussballsessel sitzt und Bier säuft!» Ihr hochroter Kopf wippte dabei auf und ab, und mit dem Rüstmesser schien sie, einer Dirigentin gleich, Formen in die Luft zu schneiden. «Unsere Beziehung, sagst du? |
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