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Ron Dideldum, 46 wohnhaft in Strengelbach/Zofingen Traumbauer |
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Träume, Sehnsucht und das Leben
An diesem Montagmorgen erwachte sie in einer Stimmung, die sie als angenehm beruhigend empfand. Sie streckte sich im grossen Doppelbett, kroch ganz unter die Decke, wie in eine schützende warme Höhle. Mit einer Hand tastete sie unter der Decke hervor nach der Play-Taste am Radio und nahm dabei die kühle Raumtemperatur wahr.
«Morning has Broken», bestätigte Cat Stevens mit seiner sanften Poetenstimme, Erinnerungen an frühere Zeiten wurden in ihr wach, dankbar liess sie sie auf sich einwirken. Er, Nicolas, war bereits um sechs Uhr früh aufgestanden, hatte sich diskret verabschiedet, indem er ihre Schulter berührte vielleicht war es ein Kuss. Bald darauf verliess er das Haus.
Das hatte sie im Halbschlaf wahrgenommen, mit einer |
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gewissen Gleichgültigkeit, musste sie sich eingestehen.
Für drei Tage würde er wegbleiben, an einem Seminar teilnehmen, für die Firma. So viel hatte sie gerade mitbekommen am Sonntagabend nach dem Nachtessen, als er sie darüber informierte. Sie war so empört über die von ihm erwartete Selbstverständlichkeit, mit der sie es zu akzeptieren hatte, dass sie mit ihrer Nase einfach in ihrem Lieblingsbuch stecken blieb und nur halbwegs hinhörte, als er ihr die Neuigkeit so kurzfristig unterbreitete.
Die ungewohnte Helligkeit, die hereindrang, lockte sie unter der Bettdecke hervor und zog sie zum Fenster. Wie sich doch eine Welt über Nacht verändern kann! Eine schneeweisse Decke hatte sich über die Landschaft gelegt. Hausdächer, Bäume, Wiesen und parkierte Autos über Nacht unhörbar leise und sanft eingehüllt, wie weggeträumt, unter hunderttausendmillionen Schneeflocken gezaubert. Welch wohltuende Beruhigung für die Augen und die Seele.
Maria stand am Fenster und betrachtete die wirbelnden Wattenkristalle, verfolgte einen, verlor ihn und heftete ihre Augen an den nächsten.
Die kalte Winterluft drang unmerklich durch die Ritzen der alten Fenster, und Maria, im leichten Seidenhemd, fröstelte. Schnell zog sie sich den Morgenmantel über. Gedanken tanzten jetzt wie Schneeflocken in ihrem Kopf, sie fühlte sich plötzlich wie die Hauptdarstellerin in einer Geschichte, die Person, um die sich alles dreht. |
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