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Jörg Lüscher, 46 wohnhaft in Zofingen
Journalist und Japan-Experte |
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Der Tote auf dem Eis
Auf dem städtischen Polizeiposten herrscht Aufregung. «Wer ist dieser Tote, und was hat das alles zu bedeuten?» Niemand weiss eine Antwort. Mit abgehackter rechter Hand ist er auf dem Eis des zugefrorenen Teiches, nahe des Waldrandes, gelegen. Nackt und ohne jeglichen Hinweis auf die Identität! Den grausigen Fund hatte eine Frau, oder besser gesagt deren Hund, auf der allmorgendlichen, am Weiher vorbeiführenden Gassiroute gemacht. Halb zugedeckt von einer dünnen Schneedecke, die wie ein durchsichtiges Leichentuch über dem glasigblauen Körper lag, präsentierte sich den Beamten und Untersuchungsbehörden ein bizarres Bild. Die Arme des Mannes lagen, als ob er gekreuzigt worden wäre, ausgestreckt auf dem Eis und zeigten exakt nach Osten beziehungsweise Westen. Kopf und Beine wiesen in die |
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beiden anderen Himmelsrichtungen. Ausser den Abdrücken der Hundepfoten und der Schuhsohlen von Frauchen konnten keine weiteren Spuren ausgemacht werden. Dabei schien klar, dass der tiefgefrorene Tote wohl kaum ohne Fremdeinwirkung dorthin und in diese Position gelangt sein dürfte. Nur, wer sollte eine solch schreckliche Tat begehen? Und vor allem hier in Zotingen, wo doch das Leben sonst so beschaulich und in geordneten Bahnen verläuft? «Es muss sich um Mord handeln und um einen Fall für die Sondereinheit MS (Mysteriöses und Skurriles) des Bundeskriminalamtes», analysierte der städtische Polizeichef Ambrosius Jauchzer an einer ersten Medienorientierung messerscharf. Zuvor ordnete er seine Leute an, den Ort des Schreckens weiträumig abzuriegeln. Vielleicht liessen sich im Umfeld des Weihers ja doch noch Hinweise auf das Verbrechen finden.
Nicolas und Maria standen noch immer eng umschlungen in der Küche, als das Radio in einer Sondersendung über den Leichenfund zu berichten begann. Die Meldung liess ihn scheinbar kalt, während Maria beim Hinweis auf die abgehackte Hand leicht, für ihn aber deutlich spürbar, zusammenzuckte. «Was hast du denn, ist dir kalt?» «Nein, es ist nichts, ich dachte nur ...» Maria hielt inne und befreite sich abrupt aus der Umarmung. «Sorry Nic, ich muss dringend nochmals weg.» Mit diesen Worten liess sie ihren offenbar aus heiterem Himmel geläuterten Ehemann wie einen |
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