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Stefan Bertschi, 33
wohnhaft in Zofingen
Kaufmännischer Angestellter,
5.-Liga-Coach des SC Zofingen |
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Die Zukunft will geregelt sein
Heute Morgen fällt Onkel Willy das Aufstehen schon wieder viel schwerer als noch gestern. Mit wachsender Sorge beobachtet er schon seit einiger Zeit dieses Phänomen. Hat ihn der aussergewönlich strenge Winter so arg mitgenommen, oder liegt es gar daran, dass sein geruhsames Leben aufs Alter hin noch durcheinander zu geraten drohte?
Schon mehr als einmal hatte er sich gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, sein Haus an seinen Neffen und dessen Frau zu vermieten. Vor allem Maria schien sich überhaupt nicht richtig mit Zotingen anfreunden zu können. Und jetzt auch noch das Unglück mit Kurt. Jauchzer hatte ihn gerade vor zwei Tagen besucht, um ihm mitzuteilen, dass sie mit den Ermittlungen noch keinen Schritt weiter sind. Aber so richtig überraschen konnte |
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ihn diese Nachricht dann doch nicht. Waren doch Jauchzers wackere Mannen eher dafür bekannt, am Kinderfest als Umzugseskorte zu glänzen oder alle zwei Jahre turnusgemäss befördert zu werden. (Natürlich immer mit einem Foto im Zotinger Tagblatt dokumentiert).
All diese Gedanken fliegen Willy durch den Kopf, als er seine typischen Morgenrituale durchläuft. Nachdem er seine immer noch flott spriessenden Barthaare gestutzt und die ebenso flott weniger werdenden Haupthaare gekämmt hatte, fühlt er sich bereit, einen neuen Tag in Zotingen in Angriff zu nehmen. Nach der Pflicht, dem überaus pampigen Morgenessen mit all den zahnlosen Tattergreisen Willy fühlte sich doch noch viel jünger als seine Mitbewohner , macht er sich auf den Weg ins «Café Melanie», um doch noch einen halbwegs geniessbaren Kaffee zu konsumieren.
Nach der Lektüre der obligaten Zeitungen und einem kurzen Schwatz mit dem Stadtvater Bohrer fällt er eine Entscheidung, die er schon lange vor sich hingeschoben hatte: «Ein Testament muss her, sonst segne ich womöglich noch das Zeitliche, bevor ich die Gelegenheit hatte, endgültig mit meiner Vergangenheit ins Reine zu kommen.»
Nicolas befindet sich zu diesem Augenblick auf dem Weg zu seinem Anwalt. «Vorzuwerfen habe ich mir nichts, zumindest nichts, was Kurts Tod betreffen könnte, aber sicher ist sicher», wiederholt er für sich |
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