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Marion Gall, 29
wohnhaft in Kirchleerau
Gemeindeschreiberin in Kirchleerau
www.kirchleerau.ch |
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Ohnmacht
In dieser Nacht hatte Maria wieder ihren schrecklichen Alptraum. Sie hörte die grauenvollen, kehligen Laute, die eine Frau von sich gab. Sie rannte und rannte, bis sie sich auf der Eisenbahnbrücke wiederfand und starrte mit vor Schreck geweiteten Augen auf den grossen Strom hinunter. In diesem Moment hielten sie zwei starke Arme von hinten fest und versuchten sie daran zu hindern, sich in die Tiefe zu stürzen. Die Gestalt drehte sie um, strich ihr sanft übers Gesicht und schloss sie fest in seine Arme. Es war Kurt.
Sie fühlte sich von seiner Gegenwart beruhigt und erwiderte die Umarmung und seine Zärtlichkeiten wie bei ihren letzten Treffen. Die beiden nahmen nichts mehr anderes wahr als sich selbst. So bemerkten sie nicht, wie sich aus den Nebelschwaden eine frauliche Gestalt erhob. |
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Die Frau schlich sich an das Paar heran, erhob eine Axt und sprach: Jetzt komme ich endlich zur Ruhe
Maria wollte Kurt wegreissen, aber in diesem Moment hatte die Axt Kurts Schädel bereits gespalten.
Schweissgebadet und mit einem lauten Aufschrei schreckte Maria im Bett auf. Ihr Herz klopfte laut. Es war also wieder einer ihrer Träume.
Sie lag nachher lange wach, studierte an der Bedeutung ihrer Alpträume herum und dachte an Kurt. Sollte sie ihn anrufen? Sie wusste, dass er sie begehrte. Sie hatten bisher einige schöne Momente zusammen verbracht. Es gefiel ihr, dass er sich Zeit für sie nahm und ihr zuhörte.
Nicolas schlief neben ihr tief und fest. Er hatte sie beschatten lassen
Trotzdem lag ihm wohl etwas an ihrer Beziehung, da er ihr gleichzeitig vorgeschlagen hatte, gemeinsam eine Paartherapie zu besuchen. Seine tiefen und gleichmässigen Atemzüge beruhigten sie. Grundsätzlich liebte sie ihn immer noch, aber durch die Gleichgültigkeit, die sie einander entgegengebracht hatten, war ihre Liebe erkaltet. Das war wohl auch der Grund, weshalb sie sich mit Kurt eingelassen hatte. Sie fühlte sich von ihm ernst genommen und er vermittelte ihr das Gefühl von Geborgenheit. Früher hatte sie dieses Gefühl auch bei Nicolas. Seit er jedoch seine neue Arbeitsstelle hatte, schien er sich für nichts mehr anderes zu interessieren. Trotzdem glaubte Maria, dass |
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